Testbericht DJI Mavic 3

5-Sterne Luftkreuzer mit coolen Features

KoA 27.12.2021 – Die DJI Mavic 3 ist das neue Topmodell von DJI. Der ambitionierte Anwender kriegt einen Haufen geballter Technik in die Hand bzw. in die Luft, mit der sich nette Sachen anstellen lassen. Wer das brauchen kann und was es zu beachten gibt, das schauen wir in den folgenden Zeilen an.

Gleich vorneweg: Die Hindernisserkennung ist gut, aber immer noch nicht perfekt. Auch die DJI Mavic 3 übersieht gelegentlich ein Ästchen oder Drähtchen. Da die Hinderniserkennung bei vielen Flugmodis ein äusserst wichtiges Gadget ist, kann hier also keine Entwarnung gegeben werden. Es ist weiterhin nötig, die Drohne in der Nähe von Gehölz und Kabeln und Drähten gut im Blick zu behalten, um Kollisionen und Abstürze zu vermeiden.

Die neue 20MP Kamera macht gute Bilder und schöne 5.1K Videos. Der Unterschied zum Vorgängermodell DJI Mavic 2 ist bemerkbar aber wohl nicht so gross, wie die technischen Daten vermuten lassen könnten. Die integrierte optische Zoomkamera ist ein nettes Gadget, überzeugt aber Qualitativ nicht sonderlich. Für Inspektionen oder Search & Rescue kann die Zoom-Funktion nützlich sein, für Fotografen oder Filmer ist die resultierende Bildqualität nicht ausreichend.

Ein Plus ist die Flugzeit von nominal 46 Minuten. In der Praxis sind das etwa 35 Minuten, also etwa 8 Minuten länger als beim Vorgängermodell. Der Akku lässt sich zudem neu direkt über ein USB-Kabel Laden, ohne dass man diesen aus der Drohne nehmen muss.

Die Fernbedienung liegt gut in der Hand und hält das Mobilephone sicher in Position. Wer sich die Fummelei mit dem Smartphone ersparen will: optional ist eine Fernbedienung mit Bildschirm erhältlich. Die Fly App ist gewohnt einfach zu bedienen und bietet gute Hilfestellungen in der Kommunikation mit der Drohne.

Seitens Datenschutz gibt es keine Neuigkeiten: Die aufgezeichneten Daten landen in der einten oder anderen Form auf chinesischen Servern. Wer das nicht möchte, kann leider nicht viel dagegen unternehmen, da die Drohne früher oder später ans Netz muss, um Updates aufzuspielen.

Das DJI Mavic 3 Fly More Package Zubehörpaket kommt wie gewohnt mit zusätzlichen Teilen, wie man sie häufig gut gebrauchen kann: Tasche, 2 Akkus, Ladebank, Filter, Kabel und Propeller. Das Cine-Package kommt zusätzlich mit einer Fernbedienung mit Bildschirm, Apple ProRes und einer integrierten 1 TB SSD Karte.

Reparieren lässt sich das Gerät einigermassen gut. Die Komponenten sind alle neu designt aber am gewohnten Ort zu finden. Einzig Gimbal/Kamera ist nach wie vor mühsam zu öffnen und kaum zu reparieren. So enden auch bei dieser Drohne grössere Gimbalschäden oft in einem Totalschaden.

Fazit: Die DJI Mavic 3 ist eine fantastische Drohne und für den ambitionierten Anwender durchwegs empfehlenswert. Wer etwas Geld sparen will kauft sich den Vorgänger DJI Mavic 2, der nicht weit abfällt.

Links: https://www.dji.com/mavic-3

Testbericht DJI Mavic 3 1
Abb.: DJI Mavic 3